• NICHOLAS BETTSCHART

Fotografieren in der Krise: Der perfekte Zeitvertreib


Eine Fotografie ist nicht das Ergebnis, welches wir beim Drücken des Auslösers bekommen. Fotografie ist viel mehr ein Prozess, der uns zu diesem einen Moment führt. Der gesamte Aufwand, den wir betreiben, manifestiert sich schließlich in einem oder mehreren Fotos.


Wer jetzt gewohnte Pfade beschreitet, bekommt Gewohntes und wird vermutlich enttäuscht sein. Daher - und nicht nur zum Wohle der Fotoausbeute - ist es wichtig, neue Wege zu beschreiten. Zum Einen setzen wir unser Gehirn und Gemüt neuen Reizen aus, die sich positiv auf unsere Verfassung auswirken können und zum Anderen bekommen wir Motive vor die Linse, die wir jungfräulich betrachten können.


Plakativ gesprochen: Der Weg ist das Ziel. Niemand muss ein gutes Foto machen, aber wer aufmerksam (häufig auch mehrmals) seine Wege beschreitet, erhöht die Chance.


Ein paar Anregungen und Gedanken für Euer nächstes Abenteuer:

  • Die zur Verfügung stehende Ausrüstung ist zweitrangig. Nehmt Euer Handy, die alte Analog-Kamera, etc.

  • Erkundet die Gegend in der Ihr wohnt. Habt Ihr Euch schon mal die Innenhöfe der Nachbarhäuser angesehen?

  • Nutzt unsere wunderbaren wiener Öffis und fahrt zu einer Station, bei der Ihr noch nie wart.

  • Details, Details, Details! Nur weil ihr dachtet, eine Gegend zu kennen, ist dies nicht immer der Fall. Studiert z. B. Häuser-Tore oder -Fassaden, Geschäftslokale bei Nacht (vor allem die Rollos), oder alte Beschriftungs-Tafeln.

  • Falls Ihr nichts entdeckt, verzweifelt nicht. Bei meinen Ausflügen nehme ich häufig kein einziges Foto auf - dafür beim zweiten oder dritten Mal.



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